Outsourcing der Lohn- und Gehaltsabrechnung jederzeit möglich
Wechseln ist jederzeit möglich.

Die Übernahme Ihrer laufenden Lohn- und Gehaltsabrechnung ist zu jedem Zeitpunkt - auch im laufenden Jahr - möglich. Gern beraten wir Sie ausführlich!

Newsletter Bestellung
Immer informiert !



Mit unserem Newsletter erhalten Sie regelmäßig aktuelle Informationen rund um die Personalbuchhaltung. So sind Sie stets gut informiert.

Zum Newsletter !

Wie Sie durch Jobticket und Fahrtkostenzuschuss als Arbeitgeber die Lohnnebenkosten senken

Jobticket und Fahrtkostenzuschuss als steuerfreie Arbeitgeberzuwendung

 width=Es gibt Länder, in denen der Arbeitgeber verpflichtet ist, seinen Arbeitnehmern die Fahrtkosten für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zu erstatten. Das müssen Sie in Deutschland nicht, aber dennoch ist ein Fahrtkostenzuschuss oder die Gewährung eines JobTickets eine interessante Möglichkeit eine Win-Win-Situation für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer zu schaffen.

Erstatten Sie Ihrem Arbeitnehmer die Kosten für seinen Arbeitsweg, können diese Beträge bis zu maximal EUR 4.500 pro Jahr und Mitarbeiter pauschal mit 15% versteuert werden. Sozialversicherungsbeiträge sind auf die so erstatteten Fahrtkosten nicht abzuführen. Benutzt der Arbeitnehmer ein eigenes auf sich zugelassenes Fahrzeug kann ein höhere Betrag erstattet werden, wenn sich dies aus der größeren Entferung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ergibt.

Ein Beispiel: Ihr Mitarbeiter benutzt täglich seinen Privatwagen für die Fahrt zu seiner Arbeitsstelle. Die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte beträgt 35 km. Sie dürfen ihm für die ersten 20 Kilometer bis zu EUR 0,30 pro Entfernungskilometer und ab dem 21.ten Kilometer bis zu EUR 0,38 erstatten. Diesen Betrag muss der Arbeitgeber pauschal versteuern. Der Kilometersatz entspricht dem Satz, den der Mitarbeiter in seiner Einkommensteuererklärung als Werbungskosten geltend machen kann.

Lohnerhöhung oder Fahrtkostenzuschuss/JobTicket ?

Soll Ihr Arbeitnehmer netto mehr verdienen? Dann stellt sich die Frage, ob es neben der Lohn- und Gehaltserhöhung auch andere Möglichkeiten gibt, die dem Arbeitnehmer aus dem Brutto-Zusatzeinkommen eine größtmögliches Netto-Einkommen belassen. Die Erstattung der Fahrtkosten wäre eine solche Möglichkeit.
Die folgende Tabelle gibt dazu einen Überblick.

Fahrtkostenerstattung Lohnerhöhung
von 2.000,00 auf 2.067,50
Fahrtkostenzuschuss 67,50* 67,50
Pauschale Lohnsteuer 10,13
Solidaritätszuschlag 0,37
Kirchensteuer 9% 0,91
Lohnsteuer 17,46**
Sozialversicherung *** 28,49
Gesamtaufwand 78,91 113,45

* 20 km x 0,30 EUR x 15 Tage (Durchschnittswert)
** Steuerklasse 1, KiSt. 9%, keine Kinder
*** ca. 42,2%
Eine Lohn- oder Gehaltserhöhung käme deutlich teurer.

Fahrtkostenzuschuss und Werbungskosten

Erstatten Sie Ihrem Arbeitnehmer die Fahrtkosten, kann er diesen Betrag nicht mehr als Werbungskosten in seiner Steuererklärung geltend machen. Dieser Nachteil wirkt sich jedoch erst aus, wenn seine Werbungskosten insgesamt EUR 1.000 überschreiten, denn diesen Betrag rechnet das Finanzamt automatisch als Werbungskostenpauschale ohne Einzelnachweis an. Somit wirkt sich erst ein Betrag jenseits der Werbungskostenpauschale steuermindernd aus. Hätte der Arbeitnehmer aus unserem Beispiel keine weiteren Werbungskosten, die er geltend machen könnte, würde er seine Fahrtkosten nicht steuersparend einbringen können. Hätte er jedoch darüber hinaus noch zusätzliche Werbungskosten, reduziert sich der Vorteil aus unserem Beispiel anteilig um die Lohnsteuer. Aber dennoch: die Steuerersparnis ganz außer Acht gelassen, übersteigen allein die eingesparten Sozialversicherungsbeiträge die Kosten der Pauschalbesteuerung, so dass die Fahrtkostenerstattung durch den Arbeitgeber immer die interessantere Variante darstellt.

Jobticket, BahnCard, Fahrkarten, etc.

Benutzt der Arbeitnehmer für seine Fahrten zur Arbeitsstätte öffentliche Verkehrsmittel, können Sie ihm ein JobTicket überlassen. Die Kosten des Tickets können ebenfalls pauschal versteuert werden.

Alternativ können Sie ihm auch einen Barzuschuss (sogenannter zweckgebundener Barzuschuss) für das JobTicket gewähren. Hier ist aber wichtig, dass der Arbeitnehmer nachweist, dass der Barzuschuss auch tatsächlich für den Kauf eines JobTicket verwendet wurde. Legen Sie die JobTickets nach Gebrauch unbedingt zum Nachweis in der Personalakte des Mitarbeiters ab.

Auch die Gewährung einer BahnCard durch den Arbeitgeber ist möglich, wenn der Arbeitnehmer die BahnCard zur Verbilligung seiner Fahrkosten zur Arbeitsstätte verwendet.

JobTicket: Steuer- und beitragsfreier Sachbezug bis zu EUR 50,00

JobticketIm Rahmen der EUR-50-Freigrenze können Sie Mitarbeitern Sachzuwendungen steuer- und beitragsfrei gewähren. Auch JobTickets zählen zu diesen Sachzuwendungen. Übersteigen die Kosten für ein JobTicket nicht den Betrag von EUR 50,00, kann auch die Pauschalisierung entfallen und das JobTicket bleibt steuer- und abgabenfrei. Allerdings gibt es zusätzliche Bedingungen zu beachten.

An die Steuerfreiheit des JobTickets im Rahmen der EUR-50-Grenze sind die folgende Voraussetzungen geknüpft.

  • Es muss zusätzlich zum geschuldeten Lohn gewährt werden
  • Es darf kein Barzuschuss für den Kauf des JobTickets gezahlt werden
  • Es muss geprüft werden, ob evtl. andere Sachbezüge die EUR-50-Grenze bereits ausgeschöpft haben
  • Das Zuflussprinzip muss beachtet werden

Jahresticket oder Jahres-Abo

Im Steuerrecht gilt das Zuflussprinzip mit der Folge, dass ein Jahresticket dem Monat zuzurechnen ist, in dem es zur Verfügung gestellt wird. Würde ein Monatsticket EUR 40,00 kosten, fiele es noch unter die EUR-50-Freigrenze; als Jahresticket zum Preis von EUR 480,00 wäre die Grenze überschritten. Das Ticket würde im Monat der Überlassung mit einem Sachbezugswert von EUR 480,00 zu Buche schlagen. Ein steuerfreier Sachbezug wäre somit nicht mehr gegeben.

Aber es gibt Auswege:

  • Monatsmarken, die monatlich an den Arbeitnehmer ausgegeben werden
  • Ein Abo für die Dauer eines Monats, dass sich automatisch um einen weiteren Monat verlängert, solange der Verlängerung nicht widersprochen wird
  • Fahrberechtigung wird monatlich freigeschaltet

JobTicket teurer als EUR 50 – dennoch Steuerfreiheit nutzen?

Nun sind die meisten Monatstickets durchaus teurer als EUR 50,00. Um die Steuerfreiheit dennoch nutzen zu können, kann der Arbeitnehmer die Differenz selbst dazu zahlen. Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer erhält ein Monatsticket in Höhe von EUR 69,80. Er zahlt die Differenz von EUR 19,80 dazu, indem ihm z.B. dieser Betrag bei der Lohnabrechnung in Abzug gebracht wird. Folglich fließt ihm jetzt nur noch ein Vorteil von EUR 50,00 zu. Die Steuerfreiheit ist wieder gegeben.

Kann ein pauschal versteuerte Fahrtkostenzuschuss zusammen mit einem Benzingutschein gewährt werden?

Und selbstverständlich können auch beide Wege der Fahrtkostenerstattung parallel genutzt werden. Sie können auf der einen Seite die Fahrtkosten pauschal versteuert erstatten und zusätzlich einen Benzingutschein gewähren. Denn der Benzingutschein als Sachzuwendung stellt steuerrechtlich keinen Ersatz für die Fahrtkosten da. Mit der Folge, dass er bei der Einkommensteuererklärung, im Gegensatz zum pauschal versteuerten Fahrtkostenzuschuss, nicht angegeben werden muss. Der Mitarbeiter behält seinen vollen Werbungskostenabzug.

Schwerbehindertenabgabe

Berechnung der Schwerbehindertenabgabe 2022

Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeiter sind verpflichtet schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Tun sie dies nicht in ausreichendem Unfang, zahlen sie die Schwerbehindertenabgabe.

Weiterlesen...

Das Mindestlohngesetz

Seit dem 1.10.2022 beträgt der Mindestlohn 12 Euro. Für wen gilt der Mindestlohn und was gibt es zu beachten.

Weiterlesen...

Ein Hauptjob und zwei oder mehrere Minijobs – was ist zu beachten ?

Viele Arbeitnehmer bessern ihr Gehalt durch eine zusätzliche geringfügige Beschäftigung - dem Minijob - auf. Im Normalfall ist eine geringfügige Beschäftigung für den Minijobber, bis…

Weiterlesen...

Urlaubsanspruch und Beschäftigungsverbot

Mutterschutzgesetz zum Schutz von erwerbstätigen Müttern und ihren Kinder Bereits seit 1952 gibt es das Mutterschutzgesetz (MuSchG). Es dient dem Schutz werdender und stillender Mütter…

Weiterlesen...

Urlaubsanspruch während der Elternzeit

Rechtsanspruch auf Elternzeit Gemäß Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz hat jeder Elternteil einen Anspruch auf Elternzeit. Müttern und Vätern soll so ermöglicht werden, das eigene Kind bis…

Weiterlesen...

Urlaubsanspruch bei Kündigung

Jedem Arbeitnehmer stehen nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) eine bestimmte Anzahl von Urlaubstagen zur Verfügung. Doch im Falle einer Kündigung tritt immer wieder die Frage nach…

Weiterlesen...